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Schlachthof Manten beklagt mangelnde Unterstützung – und impft die Belegschaft selbst

Bericht aus der RP vom 7. Juli 2021

Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG organisierte selbst eine Impfaktion für ihre Mitarbeiter. Von welchen Behörden sich das Unternehmen enttäuscht zeigt.

Dr. Schädlich und Dr. Weinz (hinten) begleiteten die Impfaktion. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist der Schutz vor Infektionen bei der Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG das beherrschende Thema. Ein Schlachthof mit Kühlanlagen und Lüftung ist schließlich ein Arbeitsplatz, an dem das Virus sich gern verbreitet. Trotz der hohen Hygienestandards wurden schon früh im vergangenen Jahr weitere Maßnahmen getroffen, um die Mitarbeiter vor der Infektion zu schützen. Weitgehend mit Erfolg, doch kurzzeitig gab es auch bei Manten in Pont so viele positive Testungen, dass die Quarantäne für den gesamten Betrieb drohte. Umso erleichterter ist man jetzt bei Manten, dass ein Großteil der Belegschaft geimpft werden konnte.

Der Weg dahin war allerdings steinig. Entsprechend enttäuscht ist Heiner Manten von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Der habe zwar erkannt, dass es sinnvoll ist, in der Branche regelmäßig zu testen. „Das war auch eine richtige Entscheidung, auch wenn wir die Kosten dafür tragen mussten. Ich habe mich selbst in einer Telefonkonferenz mit dem Ministerium für diese Lösung eingesetzt“, sagt Heiner Manten.

Bereits über eine Million Euro habe das Unternehmen für die Testungen mittlerweile ausgegeben. Doch leider sei Laumann nicht auf die Idee gekommen, dass es auch sinnvoll wäre, die Mitarbeiter in den Schlachtbetrieben vorrangig zu impfen. In anderen Bundesländern sei das anders gewesen, in Nordrhein-Westfalen nur in einzelnen Landkreisen. So habe man bei Manten viel Energie eingesetzt, um eine Lösung zu finden, die Belegschaft zu impfen. Auch der Kreis Kleve oder die Kassenärztliche Vereinigung hätten das Unternehmen dabei nicht unterstützt, heißt es.

Am Ende gelang es mit der Issumer Apotheke „Zur Herrlichkeit“ und den Betriebsärzten Dr. Rainer Schädlich und Dr. Christof Weinz, die große Impfaktion auf die Beine zu stellen. Petra Manten: „Zunächst haben wir unsere Mitarbeiter befragt und in Erfahrung gebracht, wer sich impfen lassen will. Dazu leisteten wir, wo erforderlich, mit Hilfe von Dolmetschern die nötige Aufklärungsarbeit auch bei unseren Kollegen aus Osteuropa.“ 18 Helfer vor allem aus der Familie sorgten für den reibungslosen Ablauf. „Es gab einen Notfallplan und eine komplette Erstversorgungsausrüstung, bei deren Zusammenstellung uns die Apotheke toll unterstützt hatte. Diese hatte auch den Impfstoff vorbereitet und bereits aufgezogen“, so Petra Manten weiter.

Auf der „Impfstraße“ in Pont sei dann alles reibungslos gelaufen. Petra Manten: „Das Impfangebot wurde gut angenommen, und wir konnten bei aller Aufregung hinterher in viele glückliche und dankbare Gesichter blicken. Nicht nur bei unseren Mitarbeitern, die auch mit dem Bus aus Olpe gekommen waren, sondern auch bei ihren Freunden und Familien, denen wir restliche Impfdosen zur Verfügung stellen konnten.“

Auch aus Sicht von Rainer Schädlich war es eine gelungene Aktion: „Wenn man praxisorientiert ist, kann man auch mit einfachen Mitteln und ohne großen Wasserkopf so eine Aktion organisieren“, sagte der Lungenfacharzt aus Straelen.

Auch bei Manten gibt es allerdings Mitarbeiter, die sich aus verschiedenen Gründen noch vor der Spritze gedrückt haben. Mit intensiver Aufklärungsarbeit auch auf Polnisch und Rumänisch will man nun versuchen, die Impfquote noch weiter zu erhöhen.

Zum Artikel in der RP

Wir haben geimpft!

Wir haben geimpft. Jedem unserer Mitarbeiter konnten wir ein Impfangebot machen. Die von uns initiierte Aktion wurde von 18 Helfern aus unserer Belegschaft tatkräftig unterstützt. Danke dafür!

Zunächst haben wir unsere Mitarbeiter befragt und in Erfahrung gebracht, wer sich impfen lassen wollte. Dazu leisteten wir, wo erforderlich, mit Hilfe von Dolmetschern die nötige Aufklärungsarbeit, auch bei unseren Kollegen aus Osteuropa. Wir haben uns um den ganzen Ablauf gekümmert und unsere freiwilligen Helfer mit allem ausgerüstet, was gebraucht wurde. Fürs leibliche Wohl war selbstverständlich ebenfalls gesorgt - genauso wie für gutes Wetter. Es gab einen Notfallplan und eine komplette Erstversorgungsausrüstung, bei deren Zusammenstellung uns die Apotheken toll unterstützt haben. Diese hatten auch den Impfstoff vorbereitet und bereits aufgezogen.

Auf unserer Impfstraße lief dann auch alles reibungslos - vom Warten in der Schlange bis zum Piks nach dem Aufklärungsgespräch der beiden Betriebsärzte. Das Impfangebot wurde sehr gut angenommen, wir konnten bei aller Aufregung - so etwas machen wir ja nicht alle Tage - in viele glückliche und dankbare Gesichter blicken. Und das nicht nur bei unseren Mitarbeitern und unseren Kollegen aus Olpe (die extra mit dem Bus angereist waren), sondern zum Teil auch bei ihren Freunden und Familien, denen wir restliche Impfdosen zur Verfügung stellen konnten.

Selbstverständlich werden wir die Aktion mit der Zweitimpfung abschließen.

Sebastian Manten neu in Geschäftsführung

Sebastian Manten verstärkt seit April die Geschäftsführung bei Heinrich Manten; er bildet mit Heiner Manten und seinem Vater Peter Manten eine Dreierspitze.

Seine Schwerpunkte im Familienbetrieb liegen weiterhin im Vertrieb und der Ein- und Verkaufsleitung; er möchte die bereits hervorragende Partnerschaft mit Lieferanten und Kunden weiter ausbauen. Zudem ergänzt er ab sofort die Betreuung des Personals innerhalb der Produktion. "Ich bin begeistert, wie gut es gelingt, unsere Mitarbeiter aus Osteuropa ins Manten-Team aufzunehmen. Ich freue mich sehr, dass ich mich dieser Aufgabe anschließen kann."

Auch diese Geschichte hat die RP-Redaktion bewegt

Der Blick hinter die Kulissen unseres Betriebes war für Dirk Möwius, Reporter der RP, einer der besondere Momente 2020

Geben wir es zu: Wir alle neigen gern zu Verallgemeinerungen. Das gilt besonders für Politiker, aber auch für uns Journalisten. Eine ausgewogene, differenzierte Betrachtung passt ja auch schlecht in eine Schlagzeile. Und so traf es in der Corona-Krise eine komplette Branche: Weil es bei einigen großen Schlachtbetrieben zu massiven Corona-Ausbrüchen kam, wurden alle über einen Kamm geschert. „Egal, wer Schlachthofbetreiber ist. Wir müssen jetzt diesen Sumpf austrocknen“, sagte zum Beispiel Minister Karl-Josef Laumann.

Das war die Stelle, an der es Petra und Heiner Manten reichte. Auch wenn es sie sonst nicht in die Öffentlichkeit drängt und sie gerade in diesen Corona-Tagen Stress genug hatten, luden sie mich nach Pont zur Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG ein. Sie zeigten mir alles, was ich sehen wollte, sie wichen keiner Frage aus, und sie öffneten auch ihre Mitarbeiter-Wohnungen.

Mein Fazit: Natürlich ist ein Schlachthof für uns kein schöner Ort. Es wird dort hart und unter schwierigen Bedingungen gearbeitet. Aber es wird dort alles getan, das Virus fern zu halten. Dass die Belegschaft aus Polen und Rumänien immer wieder gern zu Manten kommt und es wenig Fluktuation gibt, sollte für sich sprechen. Vergleichbare Wohnmöglichkeiten hätten wir als Studenten gern gehabt, von den Erinnerungen an die Bundeswehrzeit möchte ich gar nicht sprechen. Natürlich gibt es auch bei uns Massenunterkünfte mit unsäglichen Zuständen, aber da geht es um andere Arbeitgeber und Vermieter, die Politik und Ordnungsbehörden sich gern vorknüpfen können.

Nehmen wir uns also vor, in Zukunft nicht einfach ein Generalurteil zu fällen, sondern genau und individuell hinzuschauen. Vielleicht lernt das auch Karl-Josef Laumann noch.

(Autor: Dirk Möwius, hier geht es zum kompletten RP+ Artikel mit allen besonderen Geschichten aus 2020)

Kleine Kraftwerke mit großer Wirkung

Man kann der Energiewende von weitem zunicken und so weitermachen wie bisher. Oder man macht es wie wir und treibt die Umstellung auf eine energiebewusste Produktion zielstrebig voran. Auch als energieintensives Unternehmen, wie wir eines sind.

Das machen wir zum Beispiel mit unseren Blockheizkraftwerken (BHKW), die wir 2016 und 2018 gebaut haben. Betrieben mit Gas, erzeugen sie die benötigte Wärme für unseren Betrieb, für unsere Heizung etwa und die Prozesswärme, die wir in der Produktion benötigen. Eine zusätzliche Heizungsanlage dient nur noch zur Absicherung im Falle einer Störung im BHKW. Während der Wärmeproduktion erzeugt unser BHKW gleichzeitig Strom – mit einem Wirkungsgrad von mehr als 80 Prozent. Die BHKW laufen nur dann, wenn Prozesswärme benötigt wird. An Tagen, an denen wir nicht produzieren, sind die Geräte nicht im Betrieb. So sorgen wir für die ökologisch beste Energiebilanz.

Seit Anfang 2019 konnten wir so unsere Stromabnahme auf etwa ein Drittel reduzieren. In Kombination mit den Photovoltaik-Anlagen auf unseren Dachflächen, die über 720.000 kW klimaneutralen Strom im Jahr produzieren, konnten wir unseren CO2-Fußabdruck um mehrere Nummern verkleinern. In Zahlen: Mit unserem Strommix ersparen wir der Umwelt jährlich mehr als 2.300 Tonnen CO2, das sind über 1,1 Millionen Kubikmeter des schädlichen Gases. Wenn wir diese Kubikmeterwürfel nebeneinanderlegen würden, ergäbe das eine Fläche von über 150 Fußballfeldern! Durch den Einsatz unserer BHKW emittieren wir weniger CO2 als bei der Verwendung des üblichen Strommixes in Deutschland.

Doch das wollen wir noch übertreffen. Unsere BHKW-Anlagen sind so konzipiert, dass wir sie problemlos gegen die nächste Generation der Energieerzeugung austauschen können: In den kommenden Jahren werden wir auf energieneutral erzeugten Wasserstoff umrüsten, sobald die Technik serienreif und der Wasserstoff wirklich „grün“ ist. „Dieses Ziel haben wir fest im Blick“, sagt Marcel Manten, der zur jungen Generation im Familienbetrieb gehört. „Wir sind stolz auf die Energieeinsparungen, die wir schon jetzt erreichen. Das zeigt uns, dass wir auf einem zukunftsweisenden Weg sind.“

Alle an Bord: Azubis paddeln über die Niers

Die Manten-Azubis sind auch privat befreundet. Anfang des Monats stand Paddeln auf dem Programm. Mit Proviant ging es an Bord eines Bootes über die Niers.

Die Paddeltour ab Geldern hatten die Azubis selbst organisiert. Die Fäden hielt Lena Maes in der Hand, die mit Alexander Cox zwar ihre Ausbildung in diesem Jahr bereits erfolgreich abgeschlossen hat, von den übrigen Auszubildenden aber dennoch eingeladen wurden. „Wir haben eine Azubi-WhatsApp-Gruppe, und da waren Alexander und ich noch drin, da gehört man eben dazu“, erzählt Lena. „Wir sind auch privat befreundet und kennen uns zum Teil seit Jahren, da sind solche Ausflüge nicht selten.“ Vier oder fünf Stunden hätten sie sich auf der Niers flussabwärts treiben lassen – mit einer Picknickpause am Umsetzpunkt. 

Den Tag haben Felix Bordin, Madeleine Vervoorst, Anna Seyen, Lena Maes, Kira Waerder, Liam van Berlo, Alexander Cox und Jan-Philipp Nickel dann bei Lena ausklingen lassen. „Wir haben einfach Pizza bestellt, denn Pizza geht ja immer“, lacht Lena Maes. 

Moritz, was erlebst du so an einem Tag?

Das klären wir in Video – beziehungsweise Moritz Gerhards. Der ist Azubi in unserer Qualitätssicherung und erzählt uns im Interview von seinem Arbeitsalltag und all den Dingen, die er am Feierabend und am Wochenende so macht – inklusive Buch- und Serientipps!

Wir beantworten Ihre Fragen: unsere Mitarbeiter

Wir hatten eingeladen, uns Fragen über unseren Betrieb und unsere Arbeit zu stellen und versprochen, diese so offen wie möglich zu beantworten. Vielen Dank für Ihr Interesse schon jetzt. Zur Beantwortung haben wir mehrere thematisch ähnliche Fragen zusammengezogen und in einem Beitrag an dieser Stelle behandelt.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, stellen Sie diese gerne an fragen(at)heinrichmanten.de. Und schauen Sie immer mal wieder rein, denn wir antworten weiter. Versprochen.

Den Anfang machen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für deren Unterstützung wir unwahrscheinlich dankbar sind. Zurzeit arbeiten unsere Mitarbeiter in Schlachtung und Zerlegung im Rahmen eines Werkvertrags bei uns. Das ist in unserer Branche nichts Unübliches, ebenso wenig wie zum Beispiel in der Autoindustrie oder anderen produzierenden Branchen. Trotzdem sprechen wir von „unseren“ Mitarbeitern, weil sie ganz einfach Teil unseres Teams sind.

Werkverträge haben in fleischverarbeitenden Betrieben eine lange Geschichte. Früher, also etwa um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20 Jahrhundert, übernahmen sogenannte Kopfschlächter die Schlachtung und Zerlegung der Tiere. Sie waren alle selbstständig und nicht nur für einen Schlachthof tätig, sondern für mehrere aus der Region. Aus diesen Auftragsarbeiten wurden später Werkverträge.

Und jetzt setzen wir auf die tatkräftige Unterstützung unserer Mitarbeiter, von denen nicht wenige aus Polen und Rumänien stammen. Um das in Zahlen zu verdeutlichen: Bei uns arbeiten derzeit knapp 480 Mitarbeiter, darunter unter anderem 291 aus Rumänien, 41 aus Polen und 106 aus Deutschland. Keiner unserer Mitarbeiter erhält nur den Mindestlohn oder gar weniger. Wir zahlen unseren Mitarbeitern im Schnitt 12,50 Euro. Das ist mehr als der Branchenschnitt. Und wir achten auf die Einhaltung der Arbeitszeiten (im Schnitt 8 Stunden am Tag an 6 Tagen pro Woche), weil uns die Gesundheit unserer Mitarbeiter sehr am Herzen liegt. Und die hört nicht hinter dem Betriebsgelände auf. Wir legen großen Wert auf eine möglichst lange Zusammenarbeit, die aktuell bei durchschnittlich drei Jahren nach der Probezeit liegt. Besonders freuen wir uns über die Mitarbeiter, die schon viel länger bei uns sind und deren Kinder bei uns eine Ausbildung machen. Wir kümmern uns um berufsbegleitende Deutschkurse, unterstützen bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen, dem Abschluss von Versicherungen und Verträgen und sorgen für einen Fahrdienst, der unsere Mitarbeiter sicher zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause bringt. Und auch um das Zuhause kümmern wir uns. Wir haben ein Willkommenshaus, in das neue Mitarbeiter zunächst einziehen, um sich hier in der Region einzurichten. Und dann stellen wir ihnen eine Wohnung zur Verfügung. Das sind Wohngemeinschaften mitten im Ort, unter Einheimischen sozusagen.

Aber sehen Sie selbst, wie so ein Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter gerade aussieht:

Ein ganz normaler Arbeitstag in einer außergewöhnlichen Zeit

Auch in Krisenzeiten ist bei uns Arbeit Alltag. Unsere Hygienestandards und die unserer Partnerbetriebe waren schon immer sehr hoch, aber auch wir haben unsere Bemühungen verstärkt und unser Hygienekonzept erweitert. Aber sehen Sie selbst.